Der Verein AgroImpact macht deine Klimaleistungen sichtbar und sorgt dafür, dass sie von Partnern in der Wertschöpfungskette honoriert werden. Als mooh-Mitglied kannst du deine Klimaleistungen so besser in Wert setzen und, je nach Betrieb, 1 bis 3 Rappen zusätzlich pro Kilo Milch verdienen.
Über die Finanzierungsplattform von AgroImpact erhältst du Klimaprämien unabhängig vom Milchpreis. Der Verein bringt Landwirte, Forschung, Beratung, Industrie, Handel, NGOs und Kantone zusammen, um die landwirtschaftliche Klimatransition konkret und messbar umzusetzen. Bis 2030 verfolgt AgroImpact das Ziel, über die Plattform 2 Millionen Tonnen CO₂ zu reduzieren. Industrieunternehmen haben bereits 11 Millionen Franken für die Plattform bereitgestellt. Davon werden umgerechnet 4,5 Millionen Franken über sechs Jahre an die bereits teilnehmenden Landwirte ausbezahlt. Momentan machen bereits 50 mooh-Betriebe mit und AgroImpact ist noch auf der Suche nach ca. 25-40 Betrieben für 2026, die ihre Klimaleistungen abgelten wollen.
Wie funktioniert AgroImpact?
- Betriebsdiagnose: Erhebung deiner Emissionen mit Hilfe kantonaler Berater:innen oder bald auch mit Mitarbeitern von bio.inspecta. Wenn du Fruchtfolgeflächen hast, können zusätzlich Bodenbeprobung zur Messung des Kohlenstoffspeichers gemacht werden.
- Massnahmenplan: Zusammen mit deinem Berater wählst du Klimaschutzmassnahmen aus, die zu deinem Betrieb passen. Hier findest du von Seiten 8 – 12 ein paar Fallbeispiele mit möglichen Massnahmen. Auf der Webseite von AgroImpact sind die möglichen Hebel auch ersichtlich (momentan nur Französisch).
- Umsetzung & Kontrolle: Du setzt die Massnahmen über 6 Jahre um und aktualisierst deine Emissionsbilanz jedes Jahr.
Wie kann man mitmachen?
Es gibt einen Unterschied, ob man in einem Kanton wohnt, der in der Initiative bereits aktiv ist oder noch nicht. Die folgenden Kantone sind bereits dabei:
- Vaud
- Neuchâtel
- Genève
- Jura (Berner Jura via Kanton Jura)
- Fribourg
Diese Kantone stellen Berater:innen zur Verfügung, die bei der Betriebsdiagnose, der Erstellung des Massnahmenplans und bei Umsetzung und Kontrolle unterstützen. Um mitzumachen, füllst du das unverbindliche Anmeldeformular aus oder kontaktierst eine Berater:in aus deinem Kanton (Liste der Berater).
Der Kanton Bern hat ein Pilotprojekt und dort sind Mischbetriebe (Milch und Ackerbau) gesucht. Interessierte können sich beim Berner Bauernverband melden. Der Kanton Aargau plant Vorabklärungen für ein Pilotprojekt. Bei Interesse darf man sich auch beim Aargauer Bauernverband melden.
Dein Kanton ist oben nicht genannt?
Du kannst dich trotzdem unverbindlich über das Anmeldeformular bei AgroImpact dein Interesse bekunden. Zudem kannst du dich an deine kantonalen Organisationen wie die landwirtschaftliche Beratung oder die kantonalen Bauernverbände wenden. So bleibst du auf dem Laufenden und kannst bei allfälligen Pilotprojekten teilnehmen. Gerne werden wir dich über neue Zusammenarbeiten informieren.
Wer bezahlt die Prämien?
Die Prämien für die CO2-Einsparungen und Einlagerungen für die landwirtschaftlichen Produkte werden von der verarbeitenden Lebensmittelindustrie und dem Detailhandel bezahlt. Diese Unternehmen nutzen AgroImpact, um ihre Klimaziele zu erreichen. Nestlé ist Gründungsmitglied von AgroImpact und Nestlé möchte über die Plattform rund 80 Mio. kg CO2-reduzierte Milch beschaffen, um ihre ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen. mooh wiederum ist strategischer Partner und Hauptlieferant des Babyfood-Werks von Nestlé in Konolfingen. Dies schafft für mooh Lieferanten die Möglichkeit, ihre Klimaleistungen über AgroImpact in Wert zu setzen.
Die Auszahlung der Klimaprämien für die Agroimpact-Massnahmen erfolgt unabhängig vom Milchgeld direkt durch AgroImpact. mooh stellt dir zusätzlich periodisch eine Übersicht zusammen, wie viel Prämie du pro kg Milch realisiert hast.
Welche Prämien kannst du realisieren?
Ein durchschnittlicher Betrieb konnte im Jahr 2024 mit Massnahmen zur Reduktion des CO₂-Ausstosses Prämien im Umfang von rund 1.3 Rp. /kg Milch realisieren. Betriebe mit speziellen Massnahmen wie einer Biogasanlage oder mehreren Hebeln können sogar deutlich höhere Prämien bis zu 3–4 Rp. /kg Milch erzielen. Zusätzliche Prämien sind möglich, wenn über geeignete Bodenschutzmassnahmen CO₂ im Boden eingelagert werden. Um diese Einlagerungen nachzuweisen, sind Bodenanalysen notwendig, die in gewissen Kantonen finanziert werden. Generell ist zu beachten, dass ein Massnahmenpaket mit einem gewissen administrativen Aufwand und Kosten verbunden ist. Je nach Kanton werden aber Massnahmen auch finanziell unterstützt. Frage deinen kantonalen Berater danach.
Schon in einem Klimaprojekt?
- Klimaprojekt mooh mit Agolin: Das Klimaprojekt mooh ist unabhängig von AgroImpact, da dieses Klimaprogramm über die Klimazertifikate in Wert gesetzt wird. Jedoch kannst du mit anderen Hebeln ohne Problem bei AgroImpact mitmachen.
- Weitere Projekte: Berate dich mit deiner Kontaktperson.
Warum ist mooh Mitglied?
mooh unterstützt ihre Mitglieder explizit, wenn sie sich im Bereich Nachhaltigkeit engagieren und bei der Erbringung von Klimaleistungen einen Schritt vorausgehen. Für mooh ist es wichtig, dass Landwirte für ihre Klimaleistungen fair entschädigt werden. AgroImpact bietet dafür die passende Plattform: Klimaleistungen werden direkt über die Wertschöpfungskette (Insetting über das Produkt Milch) in Wert gesetzt.
Kontakt AgroImpact
Telefon: 021 966 99 50
E-Mail: info@agroimpact.ch
www.agroimpact.ch