Im Oktober lagen die Milcheinlieferungen weiterhin rund 10 % über dem Vorjahr. Viele Käsereien hatten ihre Raclette-Produktion bereits im September abgeschlossen (ebenfalls +10 %) und / oder nutzten den Oktober für Revisionen. Dadurch mussten wir Milch deklassieren oder mit Überlieferungsabzügen platzieren.
Das hohe Angebot belastet das ohnehin fragile Marktgleichgewicht – eine Entspannung ist nicht in Sicht. Für den milchstarken Winter und das Frühjahr 2026 wird eine angespannte Lage erwartet: Überschüsse können nur über den Export abgesetzt werden. Doch politische Hürden, steigende ausländische Produktion und der schwache Euro erschweren dies. Nicht exportierte Biomilch droht deklassiert zu werden – im Extremfall bis auf das C-Preis-Niveau.
Trotz stabiler Inlandpreise bereiten uns die zusätzlichen 10 % Sorge, da ein Absatz zu C-Preisen besonders schmerzhaft wäre. Um das Preisniveau zu halten, braucht es eine gemeinsame Anstrengung der gesamten Branche.