Die aktuelle Überproduktion erfordert von allen einen Beitrag zur Anpassung der Milchmenge. Um die verschiedenen Möglichkeiten während dieser Phase besser zu verstehen, zeigen wir dir nachfolgend anhand von Zahlenbeispielen die möglichen Szenarien, unabhängig davon, ob du im Basismodell oder im Planungsmodell bist.
Diese Beispiele zeigen, dass die Betriebe, unabhängig vom gewählten Modell, zur Mengenreduktion beitragen und dabei ihr Einkommen möglichst gut schützen können.
Basismodell
Ab Februar 2026 wurde für Betriebe, die nicht am Planungsmodell teilnehmen (Basismodell), ein Anreizsystem zur Reduktion der Produktionsmenge eingeführt. Dieses System kompensiert einen Teil des tiefen Preises der C-Milch.

(Hinweis: Der Preis ist mit neutralen Gehalten berechnet.)
Planungsmodell
Das Planungsmodell fördert eine kontrollierte Produktion durch die Meldung einer jährlich geplanten Menge. Solange diese Menge nicht überschritten wird, wird die Milch vollständig zum A-B-Preis (Basispreis) vergütet.

*Preistabelle
(Hinweis: Der Preis ist mit neutralen Gehalten berechnet.)
Gemeinsam handeln, um die Wertschöpfung der Milch zu sichern
Wie bereits in unserem letzten Newsletter und im Produzenten-Info vom Januar erwähnt, besteht aufgrund der aktuellen Überproduktion das Risiko, dass nicht mehr die gesamte Milch verwertet werden kann. Es besteht das Risiko, dass bis zu einer Million Kilogramm Milch pro Woche nicht verarbeitet werden kann. mooh hat rund 3600 Mitglieder, die Milch produzieren. Eine Reduktion von einer Million Litern pro Woche entspricht im Durchschnitt etwa 270 Litern weniger pro Produzent und Woche bzw. rund 40 Litern pro Tag. Für einen typischen Betrieb mit 50 Kühen bedeutet dies ungefähr 1 Liter pro Kuh und Tag. Diese auf Betriebsebene moderate Reduktion kann proportional zur Produktion umgesetzt werden, mithilfe einfacher Massnahmen wie einer höheren Milchverfütterung an Kälber, der Ausmusterung einzelner Tiere oder einer leichten Anpassung der Fütterung. Dank des gemeinsamen Einsatzes aller Beteiligten kann dieses Ziel erreicht werden, ohne Milch entsorgen zu müssen, und gleichzeitig das wirtschaftliche Gleichgewicht der Betriebe gewahrt bleiben.